Die Inschriften

Eine schöne Eingangspforte empfängt den Gast des Osnabrücker „Walhalla" und über der Tür weist ein Medaillon auf den Bauherrn des Hauses hin: Gerdt Heindrich Meuschen und seine Ehefrau Susanna Gertraudt von Lengerken.Engel mit beider Familienwappen links und rechts davon tragen ein Spruchband mit der Inschrift„Dominus Providebit"(Der Herr wird Vorsorgen)Die bunten geschnitzten Knaggen darüber zeigen Jesus Christus und die Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes. Die Köpfe der Stichbalken tragen hübsche Rosetten. Die Querbalken zeigen folgende Inschriften:„In Allen Ruffe GOTT, den AllerHöchsten, an.Daß ER dein Thun gelingen Und nich Fehlen Lasse. SPRACH AM 37.GAP" „Befiehl dem HERRN deine Wege Und Hoffe Auff Ihm,ER wirdß Wohl Machen. Psalm AM 37. VERS" „Mit GOTT dein Sach tuh fangen an , So wirdß ein Guten Forthgang Han"Der oberste Querbalken weist auf die Erbauungszeit des Hauses hin: „Anno Christi 1690". Diese Jahreszahl trägt auch ein Vorsprung der rechten Brandmauer. Im jetzt schlichten Dreieck der Giebelspitze befand sich früher ein pausbäckiger Posaunenengel. Den Dachfirst schmückte eine Weltkugel.Im Zweiten Weltkrieg haben jedoch Brandbomben das Dachgeschoss des Hauses zerstört.Originell ist die Darstellung von dem auf einem Kochkessel hockenden Teufel und seiner Großmutter auf der linken Brandmauer, eine spätere Zutat aus dem Jahre 1931. Vorbild dazu war das Relief an der Südwestecke der nahen Marienkirche - in früherer Zeit ein Muss für jeden wandernden Handwerksburschen, es betrachtet zu haben.

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